Trotz der Versteigerung, viele Fragen bleiben
nach aufwändigen Recherchen haben nun Leipziger Forscher den „letzten Toten des Krieges identifiziert. Durch Kontakte zu einem Veteranen im US-Bundesstaat Tennessee gelang es endlich, den Namen des Toten zu ermitteln, der durch Capas Fotografien tragischen Weltruhm erlangte.
Lehmann Briggs, so heißt dieser hochbetagte Veteran, erinnert sich noch genau an die Geschehnisse an jenem 18. April 1945 in Lindenau. Nach seiner Aussage habe es sich bei dem getöteten Soldaten um Robert Bowmann, der zusammen mit Briggs und dem Unteroffizier Clarence Ridgeway die Besatzung an dem ebenfalls auf einem der Fotos erkennbaren schweren MG´s vom Typ M1917 bildete, gehandelt.
Nach diesem Erfolg wird der Ruf nach einer Rettung des Hauses in der Jahnallee 61 noch lauter. Allerdings, so Norbert Baron, oberster Denkmalschützer der Stadt seien zu einer Notsicherung mindestens 300.00 EURO erforderlich.
Trotzdem fordert Dr. Volker Külow die Stadt auf, alles Erdenkliche für den Erhalt dieses historischen Gebäudes zu tun. Weiterhin will Külow herauszufinden, ob es Hinterbliebene von Bowmann gibt. Leipzig könnte diesen dann mit dem Erhalt des Gebäudes einen „Akt der Wiedergutmachung“ leisten.
Artikel in der LVZ vom 10.12.2011
Artikel im Neuen Deutschland vom 12.12.2011
Artikel in der LVZ vom 13.12.2011
Update 28.12.2011: Historiker findet das Grab des Soldaten Bowmann
Artikel in der LVZ vom 28.12.2011
Artikel in der Berliner Zeitung vom 08.01.2012


