Anfang April alarmierten überregionale Tageszeitungen die bundesdeutsche Öffentlichkeit mit der dramatischen Nachricht, dass in Sachsen die Zerschlagung des Tanzarchiv Leipzig e.V. (TAL) droht, nachdem das zuständige Ministerium für Wissenschaft und Kunst die bislang erfolgte institutionelle Förderung von ca. 300.000 Euro mit Beginn des Jahres 2011 eingestellt hatte. Um die international renommierte Dokumentations- und Forschungsreinrichtung zu retten, reagierte die Linksfraktion umgehend und reichte den Antrag „Tanzarchiv Leipzig e.V. erhalten – Auflösung verhindern!“ (Drucksache 5/5583) ein. In der Begründung forderten wir „den Erhalt des Archivs als zusammenhängende Sammlung und als arbeitsfähige Institution, die wie bisher die vielfältigen Aufgaben der Dokumentation, Bewahrung, Erforschung und Vermittlung des kulturellen Erbes Tanz erfüllen kann.“
Mit der nunmehr vorliegenden Antwort des zuständigen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst bekennt sich die Staatregierung zur „Bewahrung dieser bedeutsamen Einrichtung“ und wird somit nach unserer Intervention ihrer kulturpolitischen Verantwortung gerecht. Zwar sind einige wichtige Fragen des Betriebsübergangs des TAL an die Universität Leipzig augenscheinlich noch nicht geklärt; die derzeitigen „intensiven Gespräche mit der Universität zur Unterbringung der Bestände und zur Nutzung der Sicherungsmöglichkeiten“ werden wir daher weiter parlamentarisch begleiten.
Mit Genugtuung nehmen wir aber zur Kenntnis, dass unsere zentralen Forderungen aufgegriffen wurden und „die Einheit des Tanzarchivs“ gewährleistet sowie die Nutzung aller seiner Bestände auch künftig gesichert bleibt.