Zum Bericht „Rückschlag für Welterbe-Projekt" in der heutigen „Freien Presse" erklärt der kulturpolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE, Dr. Volker Külow:
Nach dem Waldschlösschenbrückendesaster droht ein abermaliges kulturpolitisches Versagen der Staatsregierung bei einem sächsischen UNESCO-Welterbeprojekt, das von unserer Fraktion seit Jahren mit allen parlamentarischen Möglichkeiten gezielt unterstützt wird.
Durch die offenkundige Weigerung des Innenministeriums, mit der tschechischen Seite offiziell in Kontakt zu treten, um das Welterbeprojekt „Montanregion Erzgebirge" gemeinsam zu realisieren, wird nicht nur eine große Chance der grenzüberschreitenden Kooperation verspielt, es droht mittlerweile eine völlig unverständliche diplomatische Brüskierung der tschechischen Partner. Um Schaden vom gutnachbarschaftlichen sächsisch-tschechischen Verhältnis und einen möglichen diplomatischen Eklat abzuwenden, ist jetzt Ministerpräsident Tillich persönlich gefordert. Tillich muss das Vorhaben unverzüglich zur Chefsache erklären und dafür sorgen, dass die Tschechische Republik endlich offiziell zur Mitwirkung eingeladen wird.
Die 1998 von der damaligen CDU-Alleinregierung beantragte Bewerbung des Welterbeprojekts „Montanregion Erzgebirge" ist trotz vieler Hindernisse inzwischen eine Erfolgsgeschichte und wird von der gesamten Region getragen. Mit der bisherigen Salamitaktik der Staatsregierung, immer neue Hürden zu errichten, muss endlich Schluss sein. Der Welterbetitel würde im Übrigen weit über die Region hinausstrahlen und wäre für das gesamte Land ein Imageg